Gebetslesungen 2026 Titelblatt kleinAm Sabbat, 7.11.2026 start wieder die Gebetswoche der Adventgemeinde. In Ansbach treffen wir uns täglich um miteinander zu lesen und zu beten. Das Thema ist: "In der Bibel gegründet - Auf die Mission ausgerichtet". An den beiden Sabbaten findet die Lesung während des Gottesdienstest statt, unter der Woche um 19.00 Uhr.

Der Hauptautor der diesjährigen Gebetslesung ist Shawn Boonstra. Er ist stellvertretender Chefredakteur des Adventist Review.

Er wuchs in der kanadischen Provinz British Columbia auf, wurde als junger Erwachsener Adventist und begann bald darauf, Bibelunterricht zu geben. Daraus entwickelte sich ein jahrzehntelanger Dienst als Pastor, in der öffentlichen Evangelisation und in der Medienarbeit. Durch seine Arbeit hat er gemeinsam mit seiner Frau Jean zu Taufentscheidungen von zehntausenden Menschen beigetragen. Bevor er zum Adventist Review kam, war er Leiter und Sprecher der evangelistischen TV-Programme „It Is Written Canada“ und „It Is Written International“, und von 2013 bis 2025 Leiter und Sprecher des TV-Programms „Voice of Prophecy“, wodurch er eine weltweite Zuhörerschaft erreichte.

Hier das Vorwort von Erton C. Köhler (Präsident der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten)
Die diesjährige Gebetswoche ist für unsere weltweite Kirche keine Zeit der Entschleunigung, sondern der Neuausrichtung. Wir richten uns auf das aus, was uns stärkt und was uns sendet. Über Kontinente und Kulturen hinweg kehren wir zu dem Fundament zurück, das uns definiert, und zu der Mission, die uns antreibt. Das Thema „In der Bibel gegründet, auf die Mission ausgerichtet“ ist kein Schlagwort für eine bestimmte Zeit; es ist die Identität eines Volkes, das in einer prophetischen Zeit lebt.
In der Bibel gegründet zu sein bedeutet, dort zu stehen, wo Christus steht. „Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.“ (Joh 17,17 SLT) Die Heilige Schrift verankert Überzeugung, wenn alle möglichen Stimmen um Beachtung buhlen. Sie festigt Glauben, wenn uns Unsicherheit umgibt. Sie formt Charakter und läutert Absichten. Eine Kirche, die im Wort verwurzelt ist, lässt sich nicht mit den Trends der Zeit treiben und gibt angesichts von Turbulenzen nicht auf. Sie hört zuerst auf den Himmel. Sie kniet nieder, bevor sie spricht.
Gleichzeitig führt Verwurzelung zu Bewegung. Auf die Mission ausgerichtet zu sein bedeutet, den Grund unserer Existenz anzunehmen. „Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern.“ (Mt 28,19 EB) Die Kirche wurde nie dazu berufen, Bequemlichkeit zu pflegen; sie wurde beauftragt, Hoffnung zu verkünden. Wo Schranken sind, sind gebeugte Knie. Das Gebet ebnet Wege, die keine Strategie allein erschließen kann. Wo Menschen sind, gibt es eine Berufung. Jede Stadt, jede Sprache, jedes Nachbarschaftsviertel ist eine Einladung zum Dienen und Zeugnisgeben.
Das Gebet verstärkt diese Dringlichkeit. Die Ausbreitung des Evangeliums beginnt nicht mit Ressourcen, sondern mit Hingabe. Bevor Programme organisiert werden, müssen Herzen geweiht werden. Bevor Pläne verkündet werden, muss Fürbitte aufsteigen. Die Geschichte zeigt: Wenn Gottes Volk betet, gewinnt die Mission an Fahrt. Der Geist gibt Kraft, Türen öffnen sich und der Mut wächst.
Deshalb ist diese Gebetswoche keine Pause; sie ist Vorbereitung. Sie ist eine Rückkehr zur Quelle der Kraft und Klarheit. Die Welt braucht keine abgelenkte Kirche; sie braucht eine treue Kirche – tief verwurzelt und mit einer großen Reichweite.
Mögen unsere Gebete in dieser Woche unser Fundament stärken und unsere Vision erweitern, bis jeder Mensch das Evangelium gehört hat und Christus in Herrlichkeit wiederkommt.
Maranatha!

Hier kann die Lesung heruntergeladen werden. 2.13 MB

Die Themen:
Erster Sabbat: In der Bibel gegründet (Erton C. Köhler)
Sonntag: Die Bibel zu lesen ist nicht genug (Shawn Boonstra)
Montag: Die Botschaft, die die Welt immer noch braucht (Shawn Boonstra)
Dienstag: Lehre mit einem Gesicht (Shawn Boonstra)
Mittwoch: Das wahre Wirken des Heiligen Geistes (Shawn Boonstra)
Donnerstag: Nicht der Job des Pastors (Shawn Boonstra)
Freitag: An der Schwelle zu Kanaan (Shawn Boonstra)
Zweiter Sabbat: Bis Christus kommt (Ellen G. White)

 

Auch in diesem Jahr gibt es wieder "Zusatzthemen":
1. Der Dreiklang des Lebens
Warum sich „Mut für morgen“ aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft speist
Johannes Naether [Pastor, Präsident des Norddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten]
2. Als Jona nach Oberfranken kam
Eine Berufung durch Umwege
Jurij Holdstein [arbeitet als Pastor in Oberfranken und ist in den Adventgemeinden Bamberg, Coburg, Neustadt und Sonneberg (Thüringen) im Einsatz.]
3. Türen, die Gott öffnet
Erfahrungen mit Kindern aus Tschernobyl und mehr
Bernd Rahner [begann 1971 seinen Pastorendienst, war 21 Jahre Abteilungsleiter in der Mecklenburg-Vorpommern Vereinigung und leitete ab 1992 Abteilungen im Norddeutschen Verband (u.a. Gemeindeaufbau, Sabbatschule). Gründete in den 1980er-Jahren etliche Teestuben. Initiierte die G-Camps und leitete sie zwischen 1994 und 2003 und war Initiator von Gemeindegründungskonferenzen. Seit 2010 im aktiven Ruhestand.]
4. Mut für morgen – wenn der Glaube ein Zuhause gibt
Erfahrungen von Geflüchteten aus der Ukraine
Pavlo Khiminets [promovierter Pastor im Ruhestand, ist seit Kriegsbeginn aktiv in der Flüchtlingshilfe für die Ukraine tätig. Das Thema dieses Beitrags liegt ihm nicht nur beruflich, sondern auch persönlich am Herzen.]
5. Wenn Mut durch DIE TÜR kommt
Erfahrungen aus dem Nachbarschaftszentrum DIE TÜR in Leipzig
Kerstin Sommerfeld [Grafik- und Web-Designerin, Mutter von vier Kindern und ehrenamtlich im Nachbarschaftszentrum „Die Tür“ Leipzig engagiert, das vom Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW) getragen wird.]
6. Kaffee, Musik und Gemeinschaft: Wenn man Gemeinde neu bauen darf
Der Place OF Community in Offenbach
Kirsten Wagner [Gemeindeschreiberin, gehört zum Gründungsteam von PlaceOFCommunity. Hobbys: lesen, häkeln, Podcasts hören.]
7. Gemeinde, die Mut macht
Wie comingHOME.berlin jung bleibt und säkulare Menschen erreicht
Mark Seefeldt [Pastor in Berlin, neben seiner Familie liebt er gutes Essen, Schach und durchdachten Gemeindeaufbau]
8. Reparieren, kochen und mehr …
Mut für morgen in Bad Schwartau
Heike Steinebach [Krankenschwester, Gemeindegründerin und Buchautorin]