APD

Adventistischer Pressedienst
  1. Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten haben auf Tortola, der größten Insel der Britischen Jungferninseln in der Karibik, Dutzende von Kokospalmen entlang der Strände gepflanzt. Wie die Kommunikationsabteilung der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in Mittelamerika (IAD News) berichtete, sollten die Strände verschönert werden, die der Hurrikan Irma im Jahr 2017 schwer getroffen hatte.

    Pfadfinder und Mitglieder der Maranatha Seventh-day Adventist Church auf Torotola fingen bereits vor Monaten an, Kokospalmen zu sammeln, um die Küstenlinien wieder aufzufüllen. Kurz darauf gab die Tourismuszentrale der Britischen Jungferinseln bekannt, dass Kokospalmen erhältlich seien und suchte Partner, um die Bäume entlang der Strände zu pflanzen. Daraufhin pflanzten Pfadfinder und Kirchengemeindemitglieder Ende Mai 69 Bäume auf Trellis Bay, Beff Island und Josiah Bay.

    „Obwohl es harte Arbeit war, war es doch eine tolle Arbeit“, sagte ein Pfadfinder. 21 Pfadfinder und andere Freiwillige haben in Abstimmung mit mehreren Unternehmen jede Woche die neuen Pflanzungen überprüft und bewässert. „Unsere kommunalen Partner waren begeistert von der Idee, die Vegetation entlang der Küste wiederherzustellen“, sagte Sheriece Creque, Pfadfinderleiterin der Maranatha Adventist Church. „Viele bedankten sich für die Bemühungen der Gruppe, da die Bäume die Atmosphäre sofort aufbesserten und ein neues Gefühl der Hoffnung weckten.“

  2. In der orthodoxen „Blogosphäre“ wurde aufmerksam registriert, dass die beiden diesjährigen Sieger des Wimbledon-Tennisturniers, Simona Halep (27) und Novak Djokovic (32), orthodoxe Christen sind, die ihre religiöse Überzeugung nicht verstecken. Dies berichtete CBS KULTUR INFO, Basel.

    Simona Halep gehört der Rumänisch-Orthodoxen Kirche an. Vor wenigen Tagen wurde sie mit dem rumänischen Patriarchalkreuz ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung für Nichtgeweihte in der rumänischen Kirche. Im Vorjahr hatte sie bereits das Andreaskreuz des rumänischen Patriarchats erhalten. In einem Interview sagte sie dieser Tage, der christliche Glaube sei für sie „sehr wichtig im Leben“: „Ich glaube an Gott, auch wenn ich nicht jede Woche an der Liturgie teilnehmen kann“.

    Novak Djokovic gehört der Serbisch-Orthodoxen Kirche an. Schon 2011 wurde er mit dem Orden des Heiligen Sava 1. Klasse ausgezeichnet, vor allem deshalb, weil er viele religiöse und soziale Initiativen der Kirche aktiv fördert. Vor jedem Spiel bekreuzigt sich Djokovic in aller Öffentlichkeit auf dem Court in orthodoxer Weise. In einem Interview sagte er kürzlich: „Bevor ich Sportler bin, bin ich orthodoxer Christ“.

  3. Mehr als 800 Fachleute für Gesundheit, Interessierte sowie adventistische Kirchenleiter aus 90 Ländern trafen sich vom 9. bis 13. Juli im südkalifornischen Loma Linda/USA zum 3. Weltkongress über Gesundheit und Lebensstil. Der Kongress stand unter dem Motto „Dein Denken, dein Körper“, wie die nordamerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR) berichtete.

    „Wir wollen die Bedeutung der Verbindung von Denken, Körper, Geist, Sozialem und Emotionalem betonen“, sagte Dr. med. Peter Landless, Leiter der adventistischen Gesundheitsdienste der Weltkirchenleitung, im Vorfeld des Kongresses. „Und wir wollen auch zeigen, wie der Lebensstil all das beeinflusst.“

    Bewegung fördert kognitive Funktionen
    „Bewegung beeinflusst die Vermehrung neuer Neuronen und erhöht die Produktion von Molekülen, die aus Neuronen stammen, die Lernen und Gedächtnis, bzw. das Erinnerungsvermögen beeinflussen“, sagte der Harvard-Professor und Forscher David Williams in seinem Fachvortrag. Williams ist kürzlich in die National Academy of Sciences gewählt worden.

    Alzheimer habe seit einem Jahrzehnt die höchsten Zuwachsraten im Vergleich zu anderen Krankheiten. Die moderne Medizin behandele Alzheimer hauptsächlich pharmakologisch. Bewegung und Ernährung könnten aber ebenso helfen, den kognitiven Rückgang abzuwehren und den Gesamtzustand einer Person zu verbessern, auch wenn die Krankheit fortschreite, so Williams.

    Adventisten leben länger
    Gary E. Frazer, der bis vor kurzem noch die zweite Forschungsstudie an 96.000 Siebenten-Tags-Adventisten im Alter zwischen 30 und 112 Jahren leitete (AHS-2), versicherte den Teilnehmern der Konferenz: „Adventisten haben weiterhin einen Langlebigkeitsvorteil“. Dies decke sich mit älteren Ergebnissen aus kalifornischen Studien, die zeigten, dass adventistische Männer 7,3 Jahre und Frauen 4,4 Jahre länger als die durchschnittliche Bevölkerung lebten. Für Adventisten, die sich vegetarisch ernährten, stiegen diese Unterschiede auf 9,5 und 6,1 Jahre an (laut einer statistischen Erhebung aus 2018 leben 19 Prozent der weltweiten Kirchenmitglieder vegetarisch).

    Kalzium und Milchprodukte
    Als „interessant“ bezeichnete Frazer auch die Studienergebnisse bezüglich Kalzium und Milchprodukten. Er stellte fest, dass Menschen, die mehr Kalzium konsumierten, ein viel geringeres Risiko für Darmkrebs aufwiesen. Diejenigen mit höherem Milchkonsum hätten ebenfalls ein geringeres Risiko für Darmkrebserkrankungen. Das Gegenteil sei jedoch beim Thema Prostatakrebs der Fall. Vorläufige Ergebnisse deuteten darauf hin, dass diejenigen, die mehr Milchprodukte konsumierten, ein höheres Risiko für Prostatakrebs zeigten. Auch zeigten die vorläufigen Ergebnisse, dass Konsumenten von Milchprodukten einen signifikanten Anstieg des Brustkrebsrisikos im Vergleich zu denen aufwiesen, die wenig oder gar keine Milchprodukte zu sich nähmen.

    Religion und Gesundheit
    Die Studien der AHS-2 zeigten auch, dass religiöse Überzeugungen und die sich daraus ergebenden Wertvorstellungen einen direkten Einfluss auf die Gesundheit hätten. Ein positiv geführtes geistliches Leben vermindere Depression und erhöhe wahrscheinlich die Widerstandsfähigkeit gegen Widrigkeiten des Lebens. Zusammengefasst sei das Fazit der Studie, dass die Anbetung eines liebenden Schöpfergottes und der Dienst an anderen von Vorteil für geistige Gesundheit und indirekt auch für körperliche Gesundheit sei.

    Dienst für Menschen mit besonderen Bedürfnissen
    Zum ersten Mal war auch die Abteilung „Dienste für Menschen mit besonderen Bedürfnissen“ („Special Needs Ministries“) an den Weltkongress angebunden. Ein ganzer Tag im Anschluss an den Gesundheitskongress war diesem Thema gewidmet. Der Fokus liege bei dieser Arbeit darauf, die Würde des Menschen wieder herzustellen, so Larry R. Evans, Leiter der Abteilung bei der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten. Er legte Wert auf die Tatsache: „Wir sind ein Möglichkeitsdienst und kein Behindertendienst.“ Evans differenzierte die Begriffe „Würde“ und „Respekt“: „Respekt“, so Evans, „wird durch die eigenen Handlungen verdient; aber Würde ist angeboren, unabhängig davon, ob die Person blind, taub oder körperlich oder geistig behindert ist.“

    [Korrekturhinweis: Laut einer statistischen Erhebung aus 2018 leben 19 Prozent der weltweiten Kirchenmitglieder vegetarisch.]

  4. Der adventistische Fernsehsender HopeTV startet mit „HopeTV Kinder“ einen neuen YouTube-Kanal, der Videos für Kinder anbietet. Ab 26. Juli werden auf diesem Kanal alle Folgen von „Fribos Dachboden“ zu sehen sein. Außerdem soll es ab 1. Januar 2020 eine neue Kinderserie mit täglich neuen Folgen geben.

    „Fribos Dachboden“ ist eine Sendereihe des Hope Channels für Kinder im Grundschulalter. Fribonius Maximilian Balthasar von Einzahn ist ein Holzwurm und wohnt auf einem Dachboden in Süddeutschland. Zusammen mit seinem Freund Dominik entdeckt er tolle Dinge und sie lesen in einem großen alten Buch spannende Geschichten. Außerdem sind da noch Carla und Wilma, die basteln, kochen, bauen und experimentieren, sowie viele neue Akteure bei Fribo.

    HopeTV
    HopeTV ist ein Sender der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der von Hope Media (Stimme der Hoffnung e. V.) mit Sitz in Alsbach-Hähnlein betrieben wird. Der Sender gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 52 nationalen Sendern besteht. Weitere Informationen: www.hopetv.de

    [Korrekturhinweis: Bei den Mitwirkenden der Serie „Fribos Dachboden“ haben sich Veränderungen ergeben.]

  5. Vom 7. bis 15. Juli besuchte die erste synodal gewählte Präsidentin einer US-amerikanischen regionalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten verschiedene adventistische Institutionen in Deutschland. Sandra Roberts ist ordinierte Pastorin der südost-kalifornischen Vereinigung (Southeastern California Conference) in Riverside/USA. Ihre Position als Präsidentin ist umstritten, da laut Beschluss der adventistischen Weltkirchenleitung lediglich männliche Geistliche zum weltweiten Dienst ordiniert werden dürfen. Roberts knüpfte während ihres Deutschlandbesuchs Kontakte, hielt geistliche Ansprachen und machte Frauen in Führungspositionen innerhalb der Freikirche Mut.

    Auf Initiative einer adventistischen Kirchengemeinde in Stuttgart besuchte Dr. Sandra Roberts die Bundesrepublik. Auf ihrem Programm standen Treffen mit Leitungspersonen der Freikirche in Deutschland, Besuche von Institutionen der Freikirche, wie der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg oder Hope Media in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, und von historischen Stätten in Berlin und Wittenberg. Roberts absolvierte ein straffes Vortragsprogramm und nahm zudem in Stuttgart an einer Podiumsdiskussion über die Rolle von Frauen in Führungspositionen innerhalb der adventistischen Freikirche teil.

    Einsatz für Gleichstellung von Mann und Frau
    „In unserer Division [teilkontinentale Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika] ist die Gleichstellung [von Mann und Frau] Voraussetzung, um gesellschaftsrelevant zu sein“, so Roberts in der Diskussion. Die Southeastern California Conference habe eine lange Tradition, Gleichstellung im Predigtamt zu fördern und sie selbst habe davon profitiert. So habe sie als Präsidentin stets die volle Unterstützung in ihrer Vereinigung erfahren, wenn auch nicht alle Mitglieder damit einverstanden seien. Sie sei stolz darauf, sich als Präsidentin für die Gleichstellung von Mann und Frau in der Freikirche einzusetzen und ihre weiblichen Pastoren zu schützen. „Ich will nicht, dass sich meine Kirche deswegen spaltet … Ich glaube daran, dass wir zueinander gehören“, bekräftigte Roberts.

    Zur Person
    Die Eltern von Sandra Roberts dienten der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika als Missionare. Roberts absolvierte ein B.S.-Studium der Diätetik an der Loma Linda University und arbeitete als Bibellehrerin, Exekutivdirektorin des Freizeit- und Tagungszentrums Pine Springs Ranch, Sommerlager-leiterin, Campusseelsorgerin, Pastorin, stellvertretende Jugendabteilungsleiterin der Vereinigung und als Vereinigungsadministratorin. Sie erwarb zusätzlich einen Master-Abschluss in Religionspädagogik an der Andrews University und einen Doktortitel an der Claremont School of Theology. Roberts war vor ihrer Wahl zur Präsidentin neun Jahre lang Generalsekretärin der Southeastern California Conference.

    Keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastoren und Pastorinnen bei Adventisten
    Innerhalb der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gibt es keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastorinnen und Pastoren. Adventistische Frauen können nach der Entscheidung der Weltsynode in San Antonio 2015 lediglich weiterhin nach ihrem mehrjährigen Theologiestudium als Pastorinnen „gesegnet“ werden und damit bestimmte Amtshandlungen örtlich begrenzt ausführen. Ordiniert zum weltweiten Dienst werden lediglich männliche Geistliche. Somit bleibt das kirchenleitende Amt des Präsidenten einer Vereinigung (regionale Kirchenleitung) oder eines Verbandes (überregionale Kirchenleitung) männlichen Geistlichen vorbehalten, da hierfür die Ordination notwendig ist. In den Jahren vor der Weltsynode 2015 in San Antonio und danach sind sowohl in den USA als auch in wenigen europäischen Staaten dennoch insgesamt rund 40 Frauen zum Pastorendienst ordiniert worden, darunter auch Sandra Roberts.