APD

Adventistischer Pressedienst
  1. Philippinen: ADRA unterstützt nach Super Taifun Mangkhut
    Am 15. September hat der extreme Taifun Mangkhut, ein Hurrikan der Kategorie 5, auf Luzon, der größten Insel der Philippinen, verheerende Schäden angerichtet. Wie die nordamerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR) mitteilte, sind mehr als 4,6 Millionen Menschen betroffen. Das Büro der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA auf den Philippinen hat ein Notfallteam entsandt, um die aktuelle Situation zu evaluieren und betroffenen Gemeinden zu helfen. „Dieser Sturm ist der stärkste, den die Philippinen in diesem Jahr erlebt haben, und bei weitem der verheerendste seit dem Taifun Haiyan vor fünf Jahren“, sagte Tom Pignon, Direktor von ADRA Philippinen. „Die starken Winde rissen Dächer ab und die starken Regenfälle lösten viele Erdrutsche aus. In einigen Gemeinden wurden fast alle Gebäude beschädigt.“ Medienberichten zufolge stieg die Zahl der Todesopfer auf 66. ADRA Notfall-Team Das Notfall-Team der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA sei nach Tuguegarao City, der Hauptstadt der Provinz Cagayan im Norden Luzons, gereist, um sich mit den zuständigen Landesbehörden abzustimmen und erste Bewertungen in den Provinzen Isabela und Cagayan vorzunehmen, die am stärksten von der Verwüstung betroffen sind. Im Rahmen der Nothilfe werden von ADRA Philippinen auch Notunterkünfte vorbereitet, teilte AR mit. Risikogebiet Philippinen Mangkhut war der 15. tropische Wirbelsturm auf den Philippinen im Jahr 2018. Laut Weltrisikoindex 2017 der Vereinten Nationen seien die Philippinen eines der Länder, die am stärksten von Katastrophen bedroht sind, so AR. Jedes Jahr träfen durchschnittlich 20 tropische Wirbelstürme das Land, welche Hunderte von Menschenleben forderten und Millionen von Menschen in Not und Armut zurückließen. Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!
  2. Europa braucht die Hoffnung der Kirchen
    Mitgliederversammlung der ACK in Ludwigshafen „Europa braucht die orientierende Botschaft der Kirchen“, sagte der Generalsekretär der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), Heiki Huttunen (Brüssel), vor der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland. Diese fand vom 19. bis 20. September in Ludwigshafen statt. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde die Kirche des Nazareners als neues Gastmitglied aufgenommen. In einem Studientag diskutierten die Delegierten über den Zusammenhang von Lebensgeschichte und Gotteserfahrung. „Europa steht vor großen Herausforderungen“, sagte Heiki Huttunen, Generalsekretär der KEK. Zunehmend würden Konflikte militärisch gelöst, Populismus und Nationalismus nähmen zu. Die Migration nach Europa und innerhalb Europas wachse, daher brauche Europa das Zeugnis der Kirchen: „Wir können den Menschen Hoffnung geben und für eine menschenfreundliche und offene Atmosphäre in Europa eintreten“, sagte Huttunen. Kirche des Nazareners als neues Gastmitglied aufgenommen Da die Kirchenleitungen der 17 Mitgliedskirchen im Vorfeld dem Antrag der Kirche des Nazareners auf Gastmitgliedschaft in der ACK zugestimmt hatten, konnte sie im Rahmen der Mitgliederversammlung aufgenommen werden. Die Freikirche stammt aus der methodistischen Tradition und hat nach eigenen Angaben in Deutschland rund 1.100 Mitglieder in 20 Gemeinden. Lebensgeschichte und Gotteserfahrung stärker zusammendenken Mit dem Zusammenhang von Lebensgeschichte und Gotteserfahrung haben sich die Delegierten auf einem der ACK-Mitgliederversammlung vorgeschalteten Studientag beschäftigt. Professorin Dr. Dorothea Sattler, Leiterin des Ökumenischen Instituts an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wies darauf hin, dass sich die Frage nach Gott gegenwärtig stärker an Lebensgeschichten orientiere. „Die Menschen fragen nach dem Handeln Gottes angesichts der Schicksalsschläge“, sagte Sattler. Es liege eine große ökumenische Chance darin, gemeinsam über die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes angesichts des Leidens der Welt nachzudenken. Mitgliederversammlung der ACK Deutschland Die Mitgliederversammlung ist das oberste, beschlussfassende Leitungsorgan der ACK. Sie besteht aus den 50 Delegierten der Mitglieder, Gastmitglieder sowie ständigen Beobachter, die von den Kirchen für die Dauer von fünf Jahren benannt werden. Die Mitgliederversammlung der ACK tagt in der Regel zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst. Der 1948 gegründeten Arbeitsgemeinschaft christlicher […]
  3. Gottfried Locher erneut Präsident der Evangelischen Kirchen in Europa
    Der von der Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) in Basel neu gewählte Rat wählte in seiner konstituierenden Sitzung am 17. September 2018 ein neues Präsidium und begrüßte den neuen Generalsekretär. Das dreiköpfige Präsidium besteht aus Miriam Rose, John Bradbury und Gottfried Locher. Laut einer GEKE-Medienmitteilung wurde Gottfried Locher zum Geschäftsführenden Präsidenten bestellt. Das Präsidium Dr. Gottfried Locher ist seit 2011 Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK). Er gehört dem GEKE-Präsidium seit 2012 an und übernahm die Geschäftsführung des Präsidiums 2015 nach dem überraschenden Tod von Bischof Dr. Friedrich Weber. Dr. John Bradbury ist Pfarrer der United Reformed Church in Großbritannien. Er gehörte dem GEKE-Rat in der abgelaufenen Periode bereits als stellvertretendes Mitglied an. Dr. Miriam Rose ist seit 2011 Inhaberin des Lehrstuhls für Systematische Theologie an der Universität Jena. Der Generalsekretär Als neuer Generalsekretär der GEKE wurde Dr. Mario Fischer, Pfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und bisheriger Büroleiter der GEKE-Geschäftsstelle, vom neuen Präsidium begrüßt. Er tritt sein Amt nach der Vollversammlung an. Der bisherige Generalsekretär Dr. Michael Bünker, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, hatte diese Funktion seit 2007 inne und tritt 2019 in den Ruhestand. Permanenter Sitz der Geschäftsstelle der GEKE ist Wien. Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa Die GEKE ist der Verbund der evangelischen Kirchen in Europa. 94 lutherische, methodistische, reformierte und unierte Kirchen aus über dreißig Ländern Europas und Südamerikas gehören dazu. Die GEKE vertritt damit insgesamt rund 50 Millionen Protestanten. Die GEKE gibt es dank der Leuenberger Konkordie aus dem Jahr 1973. Darin wird festgestellt, dass Kirchen unterschiedlich sein dürfen, da sie auf dem Evangelium als gemeinsamer Basis beruhen. Deshalb ist es ihnen möglich, gemeinsam Gottesdienst und Abendmahl zu feiern sowie die Taufe und Ordination der anderen Mitgliedskirchen der GEKE anzuerkennen. Was sich einfach anhört, hatte weitreichende Konsequenzen: Seither darf […]
  4. Adventistische Bekenntnisschule in Nürnberg eröffnet
    „Bildung für heute. Wissen für morgen. Charakter für die Ewigkeit.“ Unter diesem Motto startete die neu eröffnete Bekenntnisschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nürnberg. Die Bildungsstätte ist nach Mose benannt, der nach biblischer Überlieferung das Volk Israel aus Ägypten führte. Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule wurden in einem feierlichen Gottesdienst am Samstag, den 15. September, offiziell begrüßt. „Wir freuen uns, dass wir mit der Mose-Schule eine Grundschule haben, die mehr als reinen Schulstoff vermittelt. Wir möchten den Kindern christliche Werte an die Hand geben, die sie ihr Leben lang begleiten“, so Schulleiterin Sylvia Clemens. Unterrichtet würden an der Schule zwei jahrgangsübergreifende Klassen der Stufen 1/2 und 3/4. Die Bekenntnisschule folge in ihren Lehrgegenständen, ihrem Aufbau und der Ausbildungsdauer dem LehrplanPlus für Grundschulen in Bayern. Ein Übertritt an weiterführende Schulen sei damit gewährleistet. Respektvoller Umgang miteinander Neben einer guten Bildungsvermittlung lege die neue Schule großen Wert auf die charakterliche, persönliche, geistige und geistliche Entwicklung der Kinder, betonte Sylvia Clemens. Ausgehend vom Menschenbild, das Jesus in der Bibel vorgelebt habe, würden christliche Werte wie Rücksichtnahme oder Ehrlichkeit ebenso vermittelt wie Toleranz und ein respektvoller Umgang miteinander. Die Mose-Schule möchte darüber hinaus musische und künstlerische Fähigkeiten heranbilden. Ein besonderes Augenmerk auf gesundheitsbewusstes Leben in den Bereichen Sport und Ernährung, aber auch nachhaltiges Handeln im verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und der Natur rundeten das Schulprofil ab. Aufgrund der kleinen Klassengröße von maximal 24 Schülerinnen und Schülern in den jahrgangsübergreifenden Klassen könne noch individueller auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen werden. Beginn mit fünf Schülerinnen und Schülern Begonnen habe die Mose-Schule dieses Schuljahr mit fünf Schülerinnen und Schülern der jahrgangsübergreifenden Klasse 1/2, informierte die Schulleiterin. Im eigens für die Schule umgebauten Zentrum der Adventgemeinde Nürnberg-Marienberg, Kilianstraße 260, stünden Klassenräume unterschiedlicher Größe, ein Werkraum sowie ein Schulgarten zur Verfügung. Im Rahmen des Gottesdienstes wurde die Schule feierlich eröffnet und die Schülerinnen und Schüler […]
  5. Protestanten Europas starten offiziellen Dialog mit dem Vatikan
    Mit einem großen Festakt im Basler Münster haben laut einer Medienmitteilung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK) 650 Gäste zusammen mit den Evangelischen Kirchen Europas ihre erstmalige Zusammenkunft in der Schweiz gefeiert. Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) vertritt mit ihren Mitgliedskirchen die Anliegen von rund 50 Millionen Menschen aus über 30 Ländern. Während das Bekenntnis zur Einheit und zum Frieden im Vordergrund des historischen Treffens stand, wurde mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen GEKE-Präsident Gottfried Locher und Kurienkardinal Kurt Koch ein offizieller Dialog der europäischen Protestanten mit dem Vatikan gestartet. Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) überbrückt seit 1973 die jahrhundertlange Kirchenspaltung zwischen den reformierten und den lutherischen Kirchen. Zum ersten Mal seit 45 Jahren haben nun die Protestanten Europas in der Schweiz getagt. Diese Zusammenkunft der GEKE mit ihren rund 100 lutherischen, reformierten, unierten und methodistischen Mitgliedskirchen ist ein einmaliges Ereignis für die Schweiz, heißt es in der SEK-Medienmitteilung. Für GEKE-Präsident Gottfried Locher ist die „Einheit in der Vielfalt“ noch immer das zentrale Anliegen der GEKE. Einheit sei mehr denn je nötig, um die Herausforderungen in Europa zu meistern. „Es braucht eine starke und geeinte Stimme der evangelischen Kirchen in Europa – für mehr Gerechtigkeit und Frieden.“ GEKE startet wegweisenden Dialog mit dem Vatikan Im Rahmen der Zusammenkunft unterzeichnete Gottfried Locher mit Kurienkardinal Kurt Koch, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, eine Absichtserklärung zu einem offiziellen Dialog zwischen dem Vatikan und der GEKE. Damit könnten zentrale Fragen zwischen römisch-katholischer Kirche und den evangelischen Kirchen angegangen werden, wie etwa die umstrittene Frage des gemeinsamen Abendmahls. Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!