APD

Adventistischer Pressedienst
  1. Der 4. Samstag (Sabbat) im Oktober jeden Jahres ist von der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten als Schöpfungssabbat deklariert. Es gehe darum, Gott als den Schöpfer zu feiern und anzuerkennen, ganz gleich, welcher Kirche man angehöre, heißt es in einer Ankündigung zu diesem Tag.

    Seit 2009 Schöpfungssabbat
    Im Jahre 2009 wurde das Ereignis am 24. Oktober zum ersten Mal zelebriert. Dies habe mehr mit dem Jahr als mit dem Tag des Ereignisses zu tun, da 2009 der 200. Jahrestag der Geburt von Charles Darwin und der 150. Jahrestag seines Buches „The Origin of Species by Natural Selection" (Der Ursprung der Arten durch natürliche Auslese) gefeiert wurde. Nikolaus Satelmajer, der damalige stellvertretende Sekretär der Predigtamtsabteilung der Freikirche, organisierte die Veranstaltung. Ursprünglich sei nicht geplant gewesen, dass dies eine jährlich wiederkehrende Angelegenheit werden sollte, aber die erfolgreiche Teilnahme und der Enthusiasmus hätten zu einer jährlichen, weltweiten Feier des Schöpfungssabbats geführt.

    Gedenktag der Schöpfung
    Gott sagt in den Geboten: "Gedenkt des Sabbattages, dass ihr ihn heilighaltet" (Die Bibel - Exodus 20,8). Aber das Gebot höre hier nicht auf. Nachdem er festgelegt habe, dass die Sabbatruhe für die ganze Schöpfung gelte, erklärte Gott, warum der Mensch ruhen solle: „Denn in sechs Tagen schuf der Herr Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, und ruhte am siebten Tag. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn." (Die Bibel - Exodus 20:11). Der Gott, den die Christen anbeten, sei der Schöpfer aller Dinge. So wie die Menschen aus Gnade gerettet sind, so seien sie aus Gnade geschaffen worden, denn Schöpfer und Erlöser zu sein, gehe Hand in Hand.

    Dennoch sei es leicht, zu vergessen, „zu gedenken". Deshalb brauchten wir den Schöpfungssabbat, um uns „zu erinnern“. Die Sabbate könnten mit anderen Dingen belegt werden und diese Dinge könnten wirklich wichtig sein, aber nichts sei wichtiger, als sich daran zu erinnern, dass Gott der Schöpfer sei. Im Gegensatz zu allen „falschen Göttern“ erwarte er nicht, dass wir uns seine Gunst in irgendeiner Weise verdienen. Der einzigartige Gott, der in der Bibel offenbart werde, bitte uns vielmehr, bei ihm zu ruhen und nicht zu arbeiten, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen oder unsere eigene Erlösung zu verdienen (was ohnehin unmöglich wäre), so die Hinweise zum Hintergrund dieses Tages.

    Besondere Zeit des Feierns

    Der Schöpfungssabbat sei ein besonderer Sabbat, der dazu bestimmt sei, die Aufmerksamkeit wieder auf das zentrale Thema der Bibel zu lenken; der Liebe des Schöpfers zu den Menschen. Der Schöpfungssabbat sei daher eine „besondere Zeit des Feierns, eine Gelegenheit, sich darüber zu freuen, was Gott getan hat, ihn für die reichen Gaben zu preisen, die er uns geschenkt hat und mit ihm zu ruhen, während wir uns an der Schöpfung erfreuen, die er geschaffen hat, um unser Leben zu erhalten und denen Freude zu bringen, die ihn kennen.“

    Ein VideoClip zum Schöpfungssabbat: https://youtu.be/ZaGAlueGG2E.

  2. Auch für das Jahr 2021 hat der von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten geführte Advent-Verlag Lüneburg wieder einen Andachtskalender herausgebracht. Er erscheint sowohl in Buchform als auch als Abreißkalender unter dem Motto der Jahreslosung: „Seid barmherzig!“

    Ein Bibeltext für jeden Tag
    Fast 109 Autoren aus unterschiedlichen Generationen und Berufsschichten schreiben darüber, wie und wo sie Gott im Alltag erlebt haben. Der Schwerpunkt liege dabei mal auf der Deutung des vorangestellten Bibeltextes, mal auf den persönlichen Gedanken und Fragen zu Erlebnissen, Tagesereignissen und modernen Gleichnissen, so Jessica Schultka, die Verlagsleiterin. So entstehe eine Vielfalt, die den Leser dazu einlade, die Augen für Gottes Wirken im eigenen Leben Tag für Tag offen zu halten.

    Andachtskalender mit Tradition und hoher Auflage

    Schon in den 1930er Jahren habe es den Abreißkalender aus dem Advent-Verlag gegeben. Zwei Seiten für jeden Tag mit Sonnenaufgang und -untergangszeiten. In seiner jetzigen Form sei er erstmals Anfang der 1990er Jahre erschienen. Zuvor hätte es in der DDR ein eigenes Andachtsbuch gegeben, während es in der BRD den Abreißkalender gab. Nach der Wende habe, laut Schultka, das damals noch in Hamburg ansässige Verlagshaus entschieden, künftig sowohl das erfolgreiche Andachtsbuch als auch den Abreißkalender herauszugeben. Beide Artikel spielen im Verlagsprogramm bis heute eine große Rolle, wobei das Andachtsbuch inzwischen weitaus gefragter sei. Die Gesamtauflage für Andachtsbuch und Abreißkalender betrage 16.000 Stück. Kunden in der Schweiz und in Österreich würden durch örtliche Verlage beliefert, die die Kalender vom Advent-Verlag beziehen.

    Idealer Begleiter durch das ganze Jahr
    Nach den Worten von Jessica Schultka sei das 768 Seiten umfassende Andachtsbuch „der ideale Begleiter durch das ganze Jahr.“ Viele der Leser starteten mit dem Andachtsbuch in den Tag und seien dankbar, weil es Gottes Wort mit ihrem Leben verknüpfe. „Für mich ist das Andachtsbuch so wertvoll, weil wir viele verschiedene Schreiber haben, die sich daran beteiligen, und es so zu einem Produkt machen, das die geistliche Gemeinschaft stärkt und … adventistische Identität in Deutschland mitprägt.“

    Die Advent-Verlag GmbH

    Seit 125 Jahren ist der Advent-Verlag Lüneburg der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit ihren Publikationen bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Traditionsverlages den Lesern Orientierung in Sinn- und Lebensfragen und sprechen sie ganzheitlich und generationenübergreifend an. Sie wollen nach eigener Beschreibung dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben, indem sie ihn nachhaltig fördern, vertiefen und begleiten gemäß ihrem Motto: „Wir schaffen Worte, die bleiben.“

    Weitere Infos zum Andachtskalender: https://advent-verlag.de/mein-glaube/

  3. Nach einer Studienreise einer Gruppe von 30 Studierenden der Theologischen Hochschule Friedensau (ThHF) ist einer der Teilnehmenden positiv auf Corona getestet worden. Alle Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

    Studierende positiv auf COVID-19 getestet
    Die internationalen Studierenden befanden sich vom 5. Oktober 2020 an für fünf Tage zu Studienzwecken in Göttingen, um im Rahmen ihres Masterstudiums im sogenannten Iduna-Zentrum eine Sozialanalyse zu erheben. Wie eine Sprecherin der Hochschule mitteilt, zeigten sich nach Rückkehr der Gruppe nach wenigen Tagen bei einer Studierenden Covid-19-Symptome. Ein sofort veran¬lasster Covid-19-Test sei positiv gewesen. Alle teilnehmenden Studierenden und Lehrenden der Exkursion befänden sich nun als Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne und würden dort in enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt betreut. Zehn weitere Tests seien veranlasst worden. Studienveranstaltungen im Programm „International Social Sciences“ fänden nun über Zoom oder Moodle statt.

    Zuvor hatte ein Student bei seiner Rückkehr aus Tschechien ein positives Testergebnis vorzuweisen, ohne jedoch Symptome zu zeigen. Er befindet sich seither mit seiner Familie ebenfalls in häuslicher Quarantäne.

    ThHF setzt auf Einhaltung aller Hygienestandards

    Wie die Leitung der Hochschule mitteilt, setze sie weiterhin auf die konsequente Einhaltung aller Hygienestandards, um der Weiterverbreitung des Covid-19-Virus keine Chance zu geben.

    Theologische Hochschule Friedensau
    Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs ‚Deutsch als Fremdsprache‘ belegt werden. Etwa 30 Nationen sind unter den Studierenden und Lehrenden vertreten.

  4. Buchrezension: „Lieber Gott, ich muss dir was erzählen – Andachten für die ganze Familie“, Mirjam Nietz, Advent-Verlag Lüneburg (2020), 272 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 978-3-8150-1608-4.

    Nach vielen Jahren hat der Advent-Verlag Lüneburg wieder ein neues Kinderbuch herausgegeben. Gemeinsam mit ihrer 13-jährigen Tochter hat Autorin Mirjam Nietz ein außergewöhnliches Andachtsbuch verfasst. Außergewöhnlich daran ist, dass es von einem Mutter/Tochter-Duo geschrieben und illustriert wurde. Die Autorin Mirjam Nietz hat die Geschichten verfasst und ihre erst 13-jährige Tochter hat die wunderschönen und farbigen Illustrationen für dieses Buch gezeichnet.

    Worum geht es? Das 19 x 25 cm große und farbig und übersichtlich gestaltete Buch nimmt Kinder und Eltern mit auf eine Reise in das Alltagsleben von Familie Anders. Durch das ganze Jahr hindurch schreibt Anna ihr Tagebuch in kindlichem Vertrauen an Gott und teilt mit ihm ihre Erlebnisse, Gedanken und Gefühle. Sie greift Fragen auf, die den christlichen Glauben betreffen und mit denen sich eine ganz normale 8-jährige beschäftigt. Dabei lernen wir nicht nur Anna, ihre Mama, ihren Papa und ihren kleinen Bruder Freddie kennen. Oma und Opa Lala gehören genauso zur Familie wie Oma Hille, Tante Zimt, der große Bruder Lars, Cousine Lydia und Anna’s bester Freund Nicki. Das Buch enthält 103 Andachten mit bunten Illustrationen und Bibeltexten. Es ist „für Kinder von 5 – 99 Jahren“, wie es auf dem Buchumschlag heißt, sowohl zum Vorlesen als auch zum Selberlesen geeignet.

    Die Andachten folgen dem Jahreszyklus von Januar bis Dezember. Sie sind kurzgehalten und kindgerecht geschrieben. Der eigentliche Wert der Andacht liegt in der Aufgabe, zu der am Ende jeder Andacht aufgerufen wird. So z. B. am 6. Juni, wo es um Erdbeeren geht: „Welche Früchte habt ihr gerade zu Hause? Erfindet eine Marmeladensorte, die es noch nicht gibt. Zumindest nicht bei euch im Vorratsschrank.“ Die Kreativität und Vorstellungskraft der Kinder werden bei jeder Andacht erneut gefördert. Einzig und allein der Bibeltext scheint nicht so recht für ein Kind im Alter von 5 Jahren zu passen. Hier sind Eltern gefordert, den Gehalt des Textes und den Bezug zur Geschichte verständlich zu machen.

    Mit der Publikation wagt sich der Advent-Verlag wieder in die Kinderbuchsparte, die für viele Jahre ein bedeutsamer Bestandteil des Verlagsprogramms war. Dafür gebührt ihm schon jetzt ein großes Dankeschön. Bleibt zu hoffen, dass dieses Produkt nicht ein Einzelgänger bleibt, sondern dass noch etliche weitere in dieser Machart folgen werden. Stephan G. Brass

    Die Rezension kann als Dokument heruntergeladen werden: https://www.apd.info/wp-content/uploads/2020/10/Rezension-Mirjam-Nietz-1.pdf

  5. Der diesjährige Medientag HOPE MEDIA DAY des adventistischen Medienzentrums Hope Media Europe in Alsbach-Hähnlein findet am 8. November von 9:00 – 17:30 Uhr als Live-Online-Event statt. Eingeladen sind neben Medienschaffenden im deutschsprachigen Raum auch Gemeinde- und Jugendleitungen und Pastoren.

    9. Media Day
    Zum 9. Mal veranstaltet das Medienzentrum der Adventisten in diesem Jahr den Tag für Medienschaffende. Die Themen behandeln Social Media, Print, Web, Journalismus, PR, Design Audio und Video im Raum der Kirche. Zum ersten Mal wendet sich das Angebot auch an interessierte PastorInnen, GemeindeleiterInnen, Gemeinde-TechnikerInnen und JugendleiterInnen.

    Projektvorstellungen und Erfahrungsaustausch
    Wieder nehmen kreative Köpfe mit der Vorstellung ihrer Projekte am Hope Media Day Wettbewerb teil. Dieser sogenannte Project Slam ermöglicht nach Aussage von René Walter, Direktor PR und Marketing bei Hope Media Europe und Koordinator des Medientages, einen Einblick in das digitale Schaffen kirchlicher Medienleute. In drei weiteren Sessions gehe es um rechtliche Rahmenbedingungen rund ums Livestreamen, um einen Erfahrungsaustausch und Best Practices von einzelnen Kirchengemeinden zum Thema „Livestreaming in Gottesdiensten und Veranstaltungen“ und um Tipps und Impulse, wie medienschaffende Freiberufler durch die Auftragsflaute-Zeiten kommen können.

    Hauptreferentin Cami Oetmann

    Als Keynote-Sprecherin ist Cami Oetmann aus den USA vorgesehen. Sie ist Evangelistin und war die Sprecherin für die 2020 durchgeführte globale digitale Evangelisation „Unlocking Bible Prophecies“ von Adventist World Radio. Ihr Anliegen: Evangelisation im Web.

    Medienzentrum Hope Media Europe

    Hope Media Europe ist eine Medienagentur der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Träger ist der Verein Stimme der Hoffnung e.V. In über 213 Ländern weltweit gehören heute über 21 Millionen Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen mehr als 81.000 Kirchengemeinden an. Als einer der ersten christlichen Radiosender in Deutschland überhaupt, nahm der Verein STIMME DER HOFFNUNG im Jahr 1948 seine Arbeit auf. Heute kann Hope Media Europe auf über 71 Jahre bewegter Geschichte zurückblicken. Inzwischen ist daraus ein modernes Medienzentrum in Alsbach-Hähnlein bei Frankfurt geworden.

    Weitere Information und Anmeldung: www.mediaday.de.